Unsere Drehorgel

Seit Dezember 2017 sind wir stolze Besitzer einer kleinen Drehorgel von der Firma Hofbauer, für die ich den Wagen selbst entworfen und gebaut habe.

Dabei handelt es sich vermutlich um einen Bausatz aus den 1980ern, der vom Vorbesitzer zusammengebaut und mit dieser Verzierung versehen worden ist.

Drehorgel von vorne

Sie besitzt 22 Pfeifen für 20 Notenstufen nach Carl Frey.
Die ersten sieben sind gedackte (oben verschlossene) Holzpfeifen, von denen die ersten beiden eine Begleitpfeife haben, die jeweils eine Oktave höher gestimmt ist, um die Basstöne voller zu machen.
Die achte bis zur 20ten sind gedackte Messingpfeifen, die sogenannten Zauberflöten.
Diese klingen kräftiger und etwas rauchiger als Holzpfeifen.

Auf dem oberen Brett des Vorratsbehälters auf dem Luftschöpfer habe ich eine kleine Schraube mit einen dünnen Schlauch eingeschraubt, so dass sie gerade nach oben zeigt, wenn der Vorratsbehälter voll ist und abbläst.

Darauf steckt ein einfacher Trinkhalm mit einem Plastikfähnchen als Luftzeiger, so dass ich sehen kann, wie viel Windvorrat die Orgel im Moment hat.
Beim Abspielen von MIDIs hat sich das bewährt, da gerade amerikanische Stücke zwischendrin Stellen haben, wo die Orgel sehr viel Wind benötigt.
Durch den Anzeiger kann ich das rechtzeitig erkennen und schneller kurbeln.

Wichtig ist auch, den Ventilkasten und die Luftverbindungen möglichst dicht zu machen, ein sehr kleiner Spalt kann schon dafür sorgen, dass das Abspielen von Rollen wegen fehlendem Windes unmöglich wird.
Eine entstehende Undichtigkeit kann an Hand des Luftzeigers frühzeitig erkannt werden.

An der Rückspulmechanik habe ich eine kleine Bremse installiert, da eine meiner Rollen mit Kunststoffband dazu neigt, am Anfang zu locker zu sein, so dass falsche Töne mitgespielt werden. Die Bremse strafft das Band, wenn man oben leicht auf den Knopf drückt. Dann wird ein Kunststoffteil gegen die kleinere Rolle der Rückspulmechanik gedrückt, was die Bremswirkung erzielt.

Bei Hofbauer wird das Notenband auf dem Spieltisch nur durch den Zug der Abspielrolle (und dem Winddruck) auf den Löchern gehalten.

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